PicsaStock: Geld verdienen mit Smartphone Bildern

Der nächste Schritt: Smartphone Fotografie

Schnappschüsse zu Geld machen

Seit einigen Jahren verkaufe ich meine Bilder auf der bekannten Fotoplattform Fotolia. Ich habe dort ein recht umfangreiches Portfolio und die Verkaufszahlen können sich sehen lassen. Diese Art der Microstock Fotografie ist mittlerweile eine feste Größe im Markt für Bildkauf und -verkauf. Doch viele Menschen nutzen nicht nur Spiegelreflex- oder Systemkameras zum Fotografieren. Immer öfter kommen auch Smartphones zum Einsatz. Dank besserer Optiken und Sensoren erreicht die Bildqualität einiger Geräte die Qualität guter Kompaktkameras. Vor diesem Hintergrund hat sich dieses Jahr die Stockfotografie-Plattform PicsaStock gegründet. Ziel des Berliner Unternehmen ist es, der größte Marktplatz für authentisches, royalty-free Bildmaterial zu werden.

Mit der neuen PicsaStock App könnt ihr eure Smartphone Bilder jetzt auch unter Android und iOS direkt hochladen.
Die Idee der Macher stützt sich dabei auf die Tatsache, dass fast jeder heutzutage ein Smartphone zur Hand hat. Damit ist zunächst einmal die potentielle Menge an Bildern nahezu unbegrenzt. Also, warum diese Bilder nicht zum Verkauf anbieten? Auch ich fotografiere oft nebenbei mit meinem Smartphone, um Bilder unterwegs auf Facebook & Co zu posten. Oft bearbeite ich diese Bilder noch kurz mit einer entsprechenden App auf dem Mobilgerät. Grund genug, sich die neue Plattform einmal anzuschauen, die im September an den Start gegangen ist. Im Folgenden lest ihr meinen ersten Erfahrungsbericht dazu…

Anmelden und los gehts

alle wichtigen Funktionen im Überblick Die Registrierung ist schnell erledigt: Entweder nutzt ihr euren Facebook Account oder meldet euch mit einer E-Mail-Adresse neu an. Danach erwartet euch das Hauptmenü. Hier habt ihr Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Neben grundlegenden Einstellungen zu eurem Profil, lassen sich auch Statistiken einsehen. Dort erhaltet ihr beispielsweise Informationen, wie oft Bilder von euch aufgerufen oder verkauft wurden. Über den Menüpunkt “Promote” könnt ihr eure PicsaStock Galerie in anderen sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter oder Instagram, bekannt machen. Zusätzlich lassen sich Freunde via Email oder Gmail-Verknüpfung einladen.

Bilder hochladen Kommen wir jetzt zum wichtigsten Punkt: dem Hochladen eurer Bilder. Dazu bietet euch PicsaStock drei Möglichkeiten: direkt von der Festplatte, Import von Instagram oder Import von 500px. Die letzten beiden Möglichkeiten sind praktische Features, da man meist schon auf einer anderen Plattform einen Account besitzt und dort zahlreiche Bilder hochgeladen hat. Ich bin seit einiger Zeit bei 500px registriert und habe mich im Test daher für eine Verbindung mit 500px entschieden. Das klappte problemlos. Ihr müsst PicsaStock lediglich den Zugriff auf euer 500px Portfolio gewähren und schon könnt ihr Bilder von dort hochladen. Die direkte Upload-Möglichkeit ist ebenso einfach: Bilder von der Festplatte auswählen und den Upload-Knopf drücken.

My Galery Aktuell existiert ein Upload-Limit von 10 Bildern pro Woche. Wenn ihr weitere Freunde einladet, erhöht sich dieses Limit je Freund einmalig um 10 Bilder. Nachdem ihr die Bilder hochgeladen habt, stehen diese im Bereich “My Gallery” zur Verfügung. Hier könnt ihr zwischen verschiedenen Ansichten auswählen, mit denen sich die Anzeige der Bilder strukturieren lässt. Neben einer kompakten Kachelvorschau gibt es auch eine Detailansicht, wo ihr Details wie Auflösung der Bilder, Kamera- bzw. Smartphone-Modell sowie den ISO-Wert seht. Im nächsten Schritt könnt ihr eure Bilder bearbeiten und mit einem Titel und zusätzlichen Schlagwörtern versehen. Außerdem lässt sich optional eine Freigabe für geschützte Motive als JPG-Datei hochladen sowie über die kommerzielle Nutzung entscheiden.

Bilder bearbeiten Die Bearbeitung der Details lässt nicht nur an einem Bild vornehmen, sondern kann auch in einem Rutsch für mehrere Bilder gemacht werden. Aus meiner Sicht sollte die Verschlagwortung weiter verbessert werden: Aktuell lässt sich immer nur ein Schlagwort eingeben und hinzufügen. Mehrere Begriffe lassen sich nicht per Komma getrennt eingeben. Auch ließen sich keine Schlagworte aus mehreren Begriffen eintragen. Begriffe wie “Bad Pyrmont” wurden nur als “Bad” verschlagwortet. Das schränkt die Möglichkeiten derzeit etwas ein und kostet Zeit bei der Eingabe vieler Begriffe.

Verdienstmöglichkeiten und Verwendung

Bilder kaufen Hochgeladene Bilder können von PicsaStock Nutzern gesucht und gekauft werden. Die Suchfunktion ist einfach gehalten: Ihr gebt einen Begriff ein und dann gehts los. Aus meiner Sicht wird das in Zukunft nicht mehr reichen und die Suche muss gegebenenfalls ausgebaut werden. Zum Beispiel kann es Sinn machen, bestimmte Kategorien anzubieten oder die Suche auf einen Zeitraum oder Ort einzuschränken. Habt ihr ein passendes Bild gefunden, könnt ihr es einerseits mit einem Herz-Symbol positiv bewerten oder aber zu eurer Wishlist hinzufügen. Die Wishlist findet sich im Hauptmenü unter dem Bereich “My Collections”. Alternativ könnt ihr das ausgewählte Bild auch direkt kaufen. Der Kauf wird über Paypal abgewickelt. Alternativen gibt es derzeit nicht.

Ein Einzeldownload kostet im günstigsten Fall 3 Dollar zzgl. Mehrwertsteuer. Dabei wird nicht nach der Größe bzw. Auflösung der Bilder unterschieden. Verkauft ihr selber Bilder bleiben davon 50% in eurer Kasse.  Das ist eine gute Quote verglichen mit anderen Plattformen, wo man zu Beginn teilweise nur 30% oder weniger vom Umsatz erhält.

PicsaStock unterscheidet 3 Lizenzmodelle:

On Demand Editorial
  • Nutzung von Bildern für persönliche bzw. educational Zwecke
  • kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen
  • Beispiel: 1 Bild = 3 Dollar, 10 Bilder = 25 Dollar
On Demand Commercial
  • Nutzung von Bildern für persönliche, educational und kommerzielle Zwecke
  • Beispiel: 1 Bilder = 69 Dollar, 10 Bilder = 590 Dollar
Subscription Editorial
  • Nutzung einer vordefinierten Menge von Bildern in einem bestimmten Zeitraum
  • 750 Bilder in einem Monat = 199 Dollar, 2250 Bilder in 3 Monaten = 549 Dollar

Interessant wird sein, ob sich das Preismodell durchsetzen wird. Gerade im Commercial Licensing liegen die Preise überproportional höher als im Editorial Bereich. Berücksichtigt man die wechselhafte Qualität von Smartphone Bildern, wird letztlich der Käufer über die Akzeptanz der zugrundeliegenden Preise entscheiden.

Fazit

Mit PicsaStock hat ein neuer Player den Markt für Stockfotografie betreten. Mit der Ausrichtung auf Smartphone Bilder erschließt sich hier für viele Fotobegeisterte eine interessante Möglichkeit, die eigenen Bilder zu Geld zu machen. Es wird spannend sein zu beobachten, wie der Markt auf das neue Angebot reagiert und ob das der Verbreitung der Smartphone Fotografie zuträglich ist. Letztlich ist das Mehr an Vielfalt zu begrüßen!

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