Die besten Statistik Plugins für WordPress

Einleitung

Den Überblick behalten

Das Wissen über die Besucher des eigenen Blogs ist entscheidend, wenn ihr langfristig erfolgreich sein möchtet. Gerade, wenn es darum geht Inhalte zu liefern, die auch die Leser interessieren, helfen Statistiken weiter. Der Platzhirsch ist hier zweifellos Google, der mit Google Analytics ein mächtiges Werkzeug anbietet, dass den Besucherstrom einer Website bis ins kleinste Details auswerten kann. Doch für WordPress existieren auch andere Lösungen, welche nützliche Informationen liefern und sich via Plugins integrieren lassen.

In diesem Artikel möchte ich euch meine Top WordPress Plugins zur Auswertung von Besucherstatistiken vorstellen. Dabei werde ich auch auf Datenschutzaspekte eingehen, die ihr bei aller Leidenschaft zur Datensammlung nicht vernachlässigen solltet.

Jetpack

Jetpack gehört unter WordPress zu den Klassikern der Statistik Plugins. Die Lösung integriert sich nahtlos in eure WordPress Installation und bietet bereits im Dashboard eine erste Übersicht der Besucherzahlen. Neben der Anzahl der Besucher sind das die Top Artikel und die Top Suchanfragen des Tages. Wenn ihr mehr Informationen benötigt, könnt ihr auf die Detailseite des Plugins wechseln.

Übersicht der Statistiken Hier bietet sich ein umfassender Blick auf die Statistiken: So erhaltet ihr eine grafische Übersicht der Besucherzahlen nach Tagen, Wochen oder Monaten. In der Referrer Ansicht seht ihr, woher Besucher kommen. Zusätzlich sind die häufigsten Suchbegriffe, gelesenen Artikel sowie ausgehende Klicks auf externe Webseiten dargestellt. Außerdem seht ihr die Abonnenten eures Blogs.

In separaten Zusammenfassungen könnt ihr die Statistiken auf verschiedene Zeiträume herunterbrechen. Möglich sind u.a. eine 30tägige, quartalsweise oder jährliche Zusammenfassung. Das ist insbesondere dann interessant, wenn ihr den Erfolg eures Blogs über den zeitlichen Verlauf bewerten wollt. So erhaltet ihr beispielsweise auch Informationen darüber, woher die meisten Besucher im Jahr auf eure Seiten kommen – von einer Suchmaschine, aus den sozialen Netzwerken oder auch Links von anderen Blogs.

Mittlerweile bietet Jetpack noch mehr Funktionen, die über reine Statistiken hinausgehen. Mit an Bord sind u.a. zusätzliche Widgets, eine Rechtschreibprüfung für Artikel, Teilen-Knöpfe für Social Media, Content Delivery Network (CDN) Anbindung oder auch erweiterte Galerie Funktionen. Bestimmte Erweiterungen, wie die Datensicherung oder der Sicherheitscheck, sind kostenpflichtig.

Übrigens: Wenn ihr euch auf WordPress.com mit eurem Account anmeldet, erhaltet ihr unter dem Menüpunkt „Stats“ ebenfalls die Jetpack Statistiken des Blogs. Teilweise sind diese Daten noch etwas detaillierter und bieten Informationen, die es im Plugin nicht gibt. So existiert zusätzlich eine Kartenansicht und Auflistung der Länder nach Anzahl der Besucher.

Google Analytics Dashboard

Wie bereits eingangs erwähnt, ist Google die Nr. 1 unter den Webanalyse-Werkzeugen. Ob Besucherzahlen, Verweildauer, Eingangs- oder Ausgangsseiten und noch vieles mehr – das Herz jedes Statistikliebhabers dürfte beim Besuch der Googlye Analytics Webseite höher schlagen. Doch diese Vielfalt hat ihren Preis: Komplexität. Möchtet ihr schnell die wichtigsten Statistiken über euren Blog abrufen, ist das Google Dashboard teilweise zu mächtig und wenig intuitiv.

Google Analytics Statistiken An dieser Stelle greift das Google Analytics Dashboard für WordPress. Das Plugin integriert sich nahtlos in euer WordPress Dashboard und bietet die wichtigsten Daten und Fakten auf einen Blick: Besucherzahlen für unterschiedliche Zeiträume, die beliebtesten Seiten, die Top Referrer und Suchbegriffe, eine Weltkarte und grafische Darstellung neuer und wiederkehrender Besucher. In den Einstellungen des Plugins könnt ihr konfigurieren, welche Daten im WordPress Dashboard angezeigt werden sollen und auch das Erscheinungsbild hinsichtlich der Farben anpassen.

Falls ihr mehrere Blogs habt, lassen sich diese auch über eine Liste im Dashboard auswählen. So könnt ihr schnell zwischen den verschiedenen Webseiten wechseln und deren Statistiken einsehen. Das Plugin erlaubt auch die Integration des Google Analytics Codes in eure Webseite, falls ihr nicht schon die Funktionalität eines speziellen SEO Plugins oder Themes dafür nutzt. Übrigens funktioniert das Google Analytics Dashboard Plugin problemlos mit dem neuen Universal Analytics, welches kürzlich von Google angekündigt wurde.

SEO Rank Reporter

Google Rankings im Überblick Wie gut sind meine Artikel in Google positioniert? Mit welchen Suchbegriffen werden meine Artikel gefunden? Wie verändert sich das Ranking, wenn ich Änderungen bzw. Optimierungen am Inhalt vornehme? Bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen kann euch der SEO Rank Reporter unterstützen. Wie der Name schon sagt, geht es um die Suchmaschinenoptimierung im weitesten Sinne. Das kostenlose WordPress Plugin ermittelt anhand der URL eines Artikels und eines vorgegebenen Suchbegriffes die Position im Google Index. Anhand dieser Kombination könnt ihr dann regelmäßig prüfen, wie sich das Ranking eines Artikels verändert.

Neue URLs und die aus eurer Sicht relevanten Suchbegriffe lassen sich leicht hinzufügen oder auch entfernen. Eine grafische Darstellung des Rankings im zeitlichen Verlauf ist ebenfalls möglich. Zusätzlich gibt es eine Ansicht, in der Ranking und Anzahl der Besucher einer URL kombiniert dargestellt werden. Statistiken können auf Wunsch ins CSV-Format exportiert werden.

Social Metrics

Die Sichtbarkeit der eigenen Webseite im Bereich Social Media gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Verbreitung von Inhalten trägt nicht nur zur Bekanntheit bei, sondern sorgt im besten Fall auch für weitere Interaktionen. Das in der Basis-Version kostenlose Plugin Social Metrics nimmt sich der führenden sozialen Netzwerke, wie Facebook, Twitter und Google Plus an. Es bietet einen Überblick hinsichtlich der Popularität eurer Artikel in diesen Netzwerken.

Statistiken aus den sozialen Netzwerken Die Installation ist schnell erledigt und bedarf keiner weiteren Verknüpfung mit Facebook & Co. Danach seht ihr in der Reihenfolge der Veröffentlichung eurer Artikel die jeweiligen Statistiken, also wie oft jemand einen Artikel getwittert hat oder er einer Person gefällt. Die Übersicht kann zusätzlich nach Artikelkategorien oder Datum gefiltert werden. Wenn euch diese einfache Auswertung nicht ausreicht, könnt ihr die kostenpflichtige Pro Version für 27 Dollar kaufen. Diese bietet eine zeitlich unbegrenzte Lizenz und offeriert zusätzliche Funktionalitäten, wie z.B. Sortieren nach populären Artikeln, Widgets, eine Integration in das WordPress Dashboard, Excel Export und mehr.

Apropos Datenschutz

Vorbeugen ist besser als nachsorgen

Bei aller Liebe zu Statistiken und Auswertungen des Besucherstroms eures Blogs solltet ihr dennoch das Thema Datenschutz nicht außer Acht lassen. Dabei gilt es sowohl technische als auch rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Denn nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch rechtlich einwandfrei. So empfehle ich euch unbedingt, Datenschutzhinweise in euer Impressum aufzunehmen. Diese Hinweise betreffen nicht nur die Nutzung von Google Analytics, sondern auch die Integration des Jetpack Plugins und der Anbindung sozialer Netze. Auf der Webseite von Rechtsanwalt Schwenke findet sich dazu ein sehr intuitiver Datenschutz Generator.

Auch auf technischer Ebene gibt es Einiges, das ihr tun könnt: Bei Nutzung von Google Analytics solltet ihr die IP-Adresse eurer Besucher anonymisieren. Dafür muss eine zusätzliche Zeile in den Analytics Code auf eurem Blog integriert werden. Beachtet, dass es zwei unterschiedliche Arten gibt – klassisches Analytics und Universal Analytics. Auf Datenschutzbeauftrager-info.de findet ihr eine ausführliche Anleitung zur Nutzung der Funktion anonymizeIp.

Möchtet ihr dem Datenschutz noch mehr entgegenkommen, könnt ihr auch datenschutzkonforme Facebook-Like, Twitter & Co Buttons in eurem Blog verwenden. Die Problematik wurde bei heise.de vor einiger Zeit diskutiert. Mittlerweile gibt es ein WordPress Plugin, welches diese Schaltflächen in Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht einbindet.

Fazit

Dank der vorgestellten Plugins ist es sehr gut möglich, den Besucherstrom des eigenen Blogs detailliert zu erfassen und auszuwerten. Das Zusammenspiel der Erweiterungen mit WordPress ist dabei ein besonders positiver Aspekt. Dadurch müsst ihr das WordPress Backend nicht verlassen und habt die wichtigsten Informationen sofort im Blick.

Durch die Kombination der verschiedener Plugins entsteht für den Betreiber einer Webseite ein rundes Bild über dessen Popularität in Suchmaschinen und sozialen Netzen. Diese Daten sind unter Beachtung datenschutzrechtlicher Aspekte letztlich eine gute Basis für weitere Optimierungen und damit ein Grundstein für den erfolgreichen Betrieb eurer Webseite.

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2 Kommentare

  1. Danke für die gute Übersicht! Social Metrics werde ich mir auf jeden Fall mal installieren und Testen. Die Basis-Version scheint mir da vollkommen ausreichend.

    Gruß Johannes

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