Im Test: Exif-Daten mit Exifography in WordPress anzeigen

Einleitung

Die unsichtbaren Informationen

Beim Fotografieren werden Bilder in Digitalkameras mit zusätzlichen Metadaten angereichert. Diese sogenannten Exif-Informationen geben Aufschluß über die Entstehungsgeschichte eines Fotos. Je nach Modell gehören dazu Datum, Uhrzeit, Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert, Geo-Daten und die Brennweite. Normalerweise sind diese Daten nicht ohne Weiteres zugänglich. Bildbetrachter oder Bildbearbeitungsprogramme erlauben die Daten anzuzeigen.

Wie ihr diese Informationen in WordPress nutzen könnt, erkläre ich im Artikel. Alles, was ihr dafür braucht, ist das Plugin Exifography!

Installation

Die Installation ist denkbar einfach und funktioniert nach den bekannten WordPress Mechanismen: Unter dem Menüpunkt „Plugins“ und „Installieren“ sucht ihr im WordPress Verzeichnis nach Exifography und wählt dann die Installation aus. Nachdem das Plugin aktiviert wurde, erscheint es in WordPress im Menü „Einstellungen“.

Automatische Integration von Exif-Daten

Mit Exifography könnt ihr entscheiden, ob Exif-Daten automatisch oder manuell in eure WordPress Beiträge eingebunden werden, siehe Bild 1. Automatisch macht Sinn, wenn ihr immer Exif-Daten in euren Beiträgen anzeigen wollt. Sobald ihr ein Bild einbindet, werden die dazugehörigen Exif-Daten am Ende eines Beitrages integriert. Wichtig: Es werden nur die Exif-Daten des ersten Bildes am Ende angezeigt. Weitere Bilder werden nicht berücksichtigt.

  • Exif Daten in WordPress anzeigen

    Bild 1

  • Exif Daten in WordPress integrieren

    Bild 2

In den Einstellungen entscheidet ihr, welche Daten automatisch hinzufügt werden. Im Beispiel seht ihr, dass Blende, Kamera, Brennweite, ISO und Verschlusszeit ausgewählt sind. Damit das Einfügen klappt, muss darunter ein Haken bei „Exif automatisch anzeigen“ gesetzt sein. Im Test klappte das automatische Einfügen problemlos. Ihr habt außerdem im Beitrag die Möglichkeit, nochmals festzulegen, welche Exif-Daten integriert werden, Bild 2. Im Bereich „Dein angepasstes HTML“ könnt ihr das Erscheinungsbild der eingebundenen Exif-Daten festlegen. Standardmäßig werden diese als Aufzählung angezeigt. Das könnt ihr mit den entsprechenden HTML Tags steuern.

Anzeige von Geo-Koordinaten

Einige Kameras und auch viele Smartphones erfassen beim Fotografieren sogenannte Geo-Daten. Das heißt, anhand der GPS Position werden Geo-Koordinaten in die Bilddaten integriert. Anhand dieser Koordinaten ist es später am heimischen PC möglich, den genauen Aufnahmeort zu ermitteln.

Diese Geo-Koordinaten lassen sich mit Exifography ebenfalls auslesen und anzeigen. Dazu wählt ihr oben bei „Standard Exif Anzeige“ den Parameter „Position“ aus. Da meine Canon EOS 5D Mark II keine Geo-Daten aufzeichnet, habe ich das mit meinem Sony Xperia Smartphone getestet. Standardmäßig erscheinen dann die Koordinaten im WordPress Artikel, Bild 3. Wenn diese mit Google Maps verlinkt sind, öffnet sich beim Klicken eine große Google Maps Kartenansicht. Habt ihr in den Einstellungen bei „Landkarte anstatt nur Standortkoordinaten anzeigen“ einen Haken gesetzt, wird stattdessen eine Google Maps Karte direkt in euren WordPress Beitrag eingebunden, Bild 4.

  • Exif Geokoordinaten in WordPress anzeigen

    Bild 3

  • Exif Daten als Google Maps in WordPress

    Bild 4

Die Größe der Karte sowie der Zoom-Level lassen sich ebenfalls festlegen. Im Beispiel habe ich eine Kartengröße von 320×200 Pixel bei einer Zoomstufe von 15 gewählt. Im Test klappte das ohne Komplikationen. Lediglich die Anzeige der Karte in der Aufzählung sieht etwas unschön aus. Hier müsste man im Zweifel noch etwas mit CSS das Aussehen optimieren.

Manuelle Integration von Exif-Daten

Da ich nicht in jedem Blogbeitrag Exif-Daten anzeigen möchte, hab ich mich für die manuelle Integration entschieden. Diese funktioniert ebenfalls sehr einfach: Sobald ihr ein Bild einem Beitrag oder der WordPress Mediathek hinzufügt, wird ein Shortcode erzeugt, Bild 5. Diesen Shortcode kopiert ihr und fügt ihn im Beitrag an der gewünschten Stelle ein. Und schon werden die Exif-Daten angezeigt. Ich verwende diese Art der Integration in den Bildern aus meinem Portfolio, Bild 6.

  • Exif Daten in der WordPress Mediathek

    Bild 5

  • Exif Daten im WordPress Beitrag

    Bild 6

Gegenüber der automatischen Integration habt ihr mit der manuellen Variante auch die Möglichkeit, die Exif-Daten von mehreren Bildern in Artikeln einzubinden. Dazu müsst ihr lediglich die verschiedenen Shortcodes an die entsprechenden Stellen eures Artikels einfügen. Noch ein Hinweis: Auch beim manuellen Einbinden lässt sich festlegen, welche Exif-Daten angezeigt werden. Dazu müsst ihr dem Shortcode nur ein paar Parameter mitgeben.

Folgende Parameter stehen innerhalb des Exif Shortcodes zur Verfügung:

    • Alles anzeigen: all
    • Blende: aperture
    • Urheber: credit
    • Kamera: camera
    • Bildunterschrift: caption
    • Aufnahmedatum: created_timestamp
    • Copyright Information: copyright
    • Belichtungsvorgabe: exposure_bias
    • Blitz: flash
    • Brennweite: focal_length
    • ISO-Wert: iso
    • Ort: location
    • Verschlusszeit: shutter
    • Titel: title

Wenn ihr jetzt beispielsweise nur die Blende, den ISO-Wert und die Verschlusszeit als Exif-Daten ausgeben möchtet, müsst ihr diesen Shortcode verwenden:
[exif id="ID eures Bildes" show="aperture,iso,shutter"]

Fazit

Exif-Daten clever einbinden

Exifography ist ein nützliches und einfach zu bedienendes Plugin, um Exif-Daten aus euren Bildern auszulesen und in WordPress Artikeln anzuzeigen. Dabei punktet das Plugin mit einer automatischen und manuellen Integration sowie der Möglichkeit, Geo-Koordinaten kinderleicht als Google Map darzustellen. Für jeden Foto-begeisterten WordPress Blogger gehört die Lösung aus meiner Sicht zur Standardausstattung.

Von mir bekommt Exifography eine Empfehlung und wandert damit in die Liste meiner bevorzugten WordPress Plugins.

  • Pro
    • Einfache Bedienung
    • Unterstützt automatische und manuelle Integration
    • Leichte Anzeige von Geo-Daten, auch als Google Maps Karte
    • Kostenlos
  • Contra
    • Mehr Designmöglichkeiten bei der Ausgabe von Exif-Daten
  • Gesamtbewertung:

  • 95/100
    Punkten

Link zum Download

Exifography: wordpress.org/plugins/thesography/

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