Photoshop Tutorial: Himmel retuschieren

Einleitung

Schnell ist es passiert: die Sonne spielt nicht mit oder es liegt ein grauer Dunstschleier in der Luft. Das Ergebnis bleibt identisch: der Himmel wirkt blass und die Farben treten in den Hintergrund.

In diesem Photoshop Tutorial erfahrt ihr, wie mit wenigen Handgriffen die Wirkung des Himmels in einem Bild verbessert werden kann. So ist es auch ohne Polfilter möglich, in der Nachbearbeitung die Wirkung des Himmels zu verbessern und einen optisch ansprechenden Effekt zu erzeugen.

Es werde Licht

Erst durch Sonne erhalten viele Aufnahmen ihre Brillanz. Doch nicht immer ist das Wetter oder der Einfallwinkel des Lichts optimal. Oft sorgen große Kontrastunterschiede zwischen den Bildinhalten für zusätzliche Probleme. Flaue Farben und wenig überzeugende Aufnahmen sind das Resultat. Ein Element leidet darunter besonders häufig: der Himmel. Durch den Einsatz grundlegender Photoshop-Techniken kann die Bildwirkung verbessert werden. So erhalte ihr schon nach wenigen Minuten ein Ergebnis, das zu überzeugen weiß.

  • Vorher/Nachher-Vergleich

    1. Before
    2. After

Ebenen anlegen

Als Ausgangsmaterial dient eine Aufnahme mit monoton wirkendem Himmel und blassen Farben. Nachdem die Aufnahme in Photoshop geöffnet wurde legt ihr zunächst eine Kopie der Hintergrund-Ebene an. Dies geschieht durch einen rechten Mausklick auf die Hintergrund-Ebene und Auswahl des Eintrags „Ebene duplizieren“. Jetzt sollte eine zweite Ebene namens „Hintergrund Kopie“ vorhanden sein, Bild 1. Jetzt erstellt ihr eine weitere leere Ebene durch einen Klick auf das rot markierte Symbol, Bild 2. Diese neue Ebene 1 wird mittels des Füllwerkzeugs mit der Farbe Schwarz gefüllt und anschließend durch das Symbol „Ebenenmaske hinzufügen“ mit einer Maske versehen, Bild 3.

  • Zweite Ebene anlegen

    Bild 1

  • Weitere Ebene in Photoshop anlegen

    Bild 2

  • Ebene in Photoshop maskieren

    Bild 3

Masken bearbeiten

Die Maske füllt ihr ebenfalls mit dem Füllwerkzeug mit der Farbe Schwarz. Wichtig dabei ist, dass die Maske vorher durch einen linken Mausklick ausgewählt wurde und markiert ist. Dies ist an der weißen Umrandung der Maske zu erkennen, Bild 4. Achtet ebenfalls darauf, dass als Vordergrundfarbe Schwarz ausgewählt ist. Dies könnt ihr leicht durch Drücken der Taste „D“ erreichen.

Jetzt klickt ihr auf die Kopie der Hintergrund-Ebene und wählt mit dem Zauberstab-Werkzeug den Himmel aus, Bild 5. Sollte die Auswahl zu klein sein, könnt ihr durch Drücken der Shift-Taste die Auswahl erweitern. Durch Betätigen der Alt-Taste beim Einsatz des Zauberstabs verkleinert ihr die Auswahl. Wechselt nun wieder auf die Masken-Ebene und wählt als Ebenen-Füllmethode „Ineinanderkopieren“ aus, Bild 6. Alternativ kann auch die Einstellung „Weiches Licht“ gewählt werden. Dies hat eine etwas sanftere Wirkung auf den späteren Farbverlauf.

  • Hintergrundfüllung auswählen

    Bild 4

  • Himmel markieren mit Zauberstab

    Bild 5

  • Füllmethode wählen in Photoshop

    Bild 6

Verlauf umsetzen

Achtet im folgenden Schritt wieder darauf, dass die Maske rechts auf Ebene 1 ausgewählt ist (weißer Rahmen). Verwendet nun das Verlaufswerkzeug, um von oben einen Verlauf in die Maske zu zeichnen, Bild 7. Weiß muss als Vordergrundfarbe ausgewählt sein. Ihr könnt leicht mit der Taste „X“ die Vorder- und Hintergrundfarbe umschalten. Während ihr den Verlauf zeichnet, könnt ihr durch Halten der Shift-Taste sicherstellen, dass der Verlauf genau senkrecht angelegt wird. Drückt nun STRG+R, um alle Ebenen auf die Hintergrund-Ebene zu vereinigen. Das Ergebnis der Ebenen-Ansicht sollte jetzt wie in Bild 8 aussehen.

  • Verlauf in Photoshop verwenden

    Bild 7

  • Ebenen in Photoshop verbinden

    Bild 8

Dynamik erhöhen

Ihr könnt jetzt noch die Farbgebung des Bildes verbessern. Klickt dazu unter Korrekturen auf das Symbol für die Dynamik-Einstellungsebene, Bild 9. Es wird eine neue Ebene angelegt, auf der wir die Dynamik und Sättigung anpassen können. Mögliche Werte sind +40 für die Dynamik und +20 für die Sättigung, Bild 10. Die Einstellungen hängen letztlich von euren persönlichen Vorlieben und dem jeweiligen Bild ab. Am Ende könnt ihr wieder mit STRG+R alle Ebenen vereinigen und das Ergebnis speichern. Das neue Bild erscheint nun wesentlich lebendiger und frischer als im Original, Bild 11.

  • Auswählen der Dynamik

    Bild 9

  • Erhöhen der Dynamik

    Bild 10

Fazit

In diesem Video Tutorial lernt ihr, wie ihr einen flauen Himmel in einem Bild nachträglich austauscht.
Wieder einmal zeigt sich, dass der Einsatz von Software zur Bildbearbeitung ein lohnender Gewinn ist. Nur wenige Mausklicks genügen, um in Adobe Photoshop den Himmel einer Fotografie deutlich zu verbessern. So könnt ihr innerhalb kürzester Zeit und mit geringem Aufwand den gesamten Bildeindruck nachhaltig verbessern.

Insbesondere Fotografien, die an grauen Tagen ohne brillantes Sonnenlicht aufgenommen wurden, profitieren von dieser einfachen Retusche. Um euch das Nachvollziehen dieses Tutorials zu erleichtern, könnt ihr hier das Ausgangsbild herunterladen.

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