Im Test: Digitale Wasserzeichen mit waterMark

Einleitung

Schützt euer geistiges Eigentum!

Veröffentlicht ihr eure Bilder im Internet? Auf der eigenen Website, bei Facebook oder beispielsweise Flickr? Dann solltet ihr euch mit dem Thema digitale Wasserzeichen beschäftigen! Denn mit der Verbreitung von digitalen Inhalten wächst gleichzeitig die Gefahr, dass jemand Fremdes ohne zu fragen, eure Bilder für seine eigenen Zwecke verwendet.

Schnell kann es passieren, dass eure kreative Schöpfung dreist kopiert wird und auf einer anderen Website auftaucht. Gut beraten ist, wer sein geistiges Eigentum kenntlich macht. Ein einfacher Weg dazu sind sogenannte Wasserzeichen. Mit digitalen Wasserzeichen markiert ihr eure Bilder sichtbar oder unsichtbar. Damit ist immer der eigentliche Urheber ersichtlich.

In diesem Artikel wird mit waterMark V2 eine Freeware Lösung getestet, die sich dem Thema sichtbarer Wasserzeichen verschrieben hat. Lest im ausführlichen Testbericht, wie eure Bilder dadurch schnell und einfach als eure Schöpfungen erkennbar werden.

Wasserzeichen erstellen

Eine große Anzahl an Programmen zur Bildbearbeitung bietet mittlerweile die Möglichkeit digitale Wasserzeichen in Bildern einzubringen. Doch oftmals sind diese Lösungen zu mächtig oder kostenpflichtig. Mit waterMark existiert eine kleine, kostenfreie Software, mit der das Erstellen von Wasserzeichen zum Kinderspiel wird. Das Programm läuft auch problemlos unter Windows 7 und Windows 8 in der 32bit- oder 64bit Variante.

Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert und ermöglicht auch Anfängern den schnellen Zugriff auf alle Funktionen. Im ersten Schritt geht es zunächst darum, das digitale Wasserzeichen zu definieren. Dazu klickt ihr im Bereich „Profil“ auf das blaue W-Symbol, Bild 1. Daraufhin öffnet sich der Editor.

Hier gestaltet ihr euer Wasserzeichen. Dabei könnt ihr sowohl eine Textebene als auch eine Grafikebene einfügen. Als Grafiken werden gängige Formate, wie GIF, JPG oder PNG unterstützt. PNG ist insofern interessant, als dass ihr das eigene Logo mit Transparenz einfügen könnt. Damit integriert es sich nahtlos in Bilder.

  • Oberfläche waterMark v2

    Bild 1

  • Wasserzeichen bearbeiten

    Bild 2

  • EXIF-Daten im Wasserzeichen

    Bild 3

Im Beispiel wurde eine Textebene als Wasserzeichen eingefügt, Bild 2. Ihr könnt dabei die Schriftart, -größe und -farbe beliebig anpassen. Zusätzlich kann rechts mit einem Schieberegler die Transparenz der jeweiligen Ebene angepasst werden. Hier sind wir auch schon bei einem Vorteil von waterMark – es unterstützt mehrere Ebenen. Warum das nützlich ist, verrate ich später.

Eine weitere interessante Möglichkeit ist das Einbinden von Meta-Daten. So könnt ihr beispielsweise Exif-Daten in eure Bilder einfügen, Bild 3. Im Beispiel wurde die Brennweite ergänzt. Aber auch andere Daten, wie Blende oder Belichtungszeit, sind möglich. Im Test gab es jedoch Probleme bei der Belichtungszeit. Diese wurde nicht korrekt aus einem Bild ausgelesen, welches mit einer Canon EOS 5D Mark II aufgenommen wurde.

Ist die Bearbeitung des Wasserzeichens beendet, speichern ihr das Ergebnis am Ende über das Disketten-Symbol im Editor.

Wasserzeichen integrieren

Im Hauptmenü könnt ihr jetzt im Bereich „Ausgabe“ die Ausgabeoptionen für euer Bild festlegen. Wählt hier beispielsweise die Position des Wasserzeichens, sein Abstand zum Bildrand in Pixeln oder das finale Bildformat. Neben JPG werden noch weitere Formate, wie z.B. BMP, GIF, PNG oder TIFF, angeboten. Im Beispiel wird standardmäßig das JPG-Format genutzt.

Wenn ihr im Bereich „Bildgenerierung“ auf das blaue Symbol klickt, könnt ihr die Optionen detailliert festlegen, Bild 4. Hier passt ihr die Bildgröße an, nehmt eine automatische Umbenennung vor, verändert die Ausgabequalität oder entfernt die Exif-Daten. Der letzte Punkt ist interessant, wenn ihr die von eurer Kamera integrierten Bilddaten nicht veröffentlichen möchtet.

  • Wasserzeichen Bildausgabe

    Bild 4

  • Bildauswahl für Integration von Wasserzeichen

    Bild 5

  • Wasserzeichen im Bild

    Bild 6

Über den Bildbrowser wählt ihr jetzt die Bilder oder Bildordner aus und nehmt diese mit den Plus-Symbolen in die Bildliste auf. Im rechten Bereich könnt ihr noch entscheiden, ob das Ausgabebild das ursprüngliche Bild ersetzt oder eine neue Datei erzeugt werden soll, Bild 5. Nach einem Klick auf den Start-Knopf wird euer Bild abgespeichert. Die neue Datei enthält jetzt das Wasserzeichen und ist damit eindeutig markiert, Bild 6.

Wasserzeichen optimieren

Wie ihr seht, ist das Wasserzeichen im fertigen Bild nicht optimal sichtbar. Dies liegt daran, dass es einfarbig ist und je nach Hintergrund in diesem verschwindet. Dafür gibt es eine Lösung: Geht dazu wieder in den Editor, klickt die Textebene an und kopiert diese über das Symbol oben im Menü, Bild 7.

Ändert jetzt die Farbe der zweiten Textebene in weiß und verschiebt diese geringfügig nach links und nach oben, damit sich beide Ebenen nicht 100%ig überlagern. Das Ergebnis sollte jetzt in etwa wie in Bild 8 aussehen.

  • waterMark Ebenen duplizieren

    Bild 7

  • mehrere Ebenen im Wasserzeichen

    Bild 8

  • optimiertes Wasserzeichen im Bild

    Bild 9

Speichert die Änderungen und geht wieder ins Hauptmenü. Wenn ihr jetzt das Wasserzeichen wieder mit dem Start-Knopf in Ihr Bild integrieren lasst, sollte das Problem behoben sein. Die zwei farblich unterschiedlichen Textebenen sorgen jetzt dafür, dass euer Wasserzeichen immer sichtbar ist. Auf schwarzem wie auch weißem Untergrund ist damit die Lesbarkeit jederzeit gewährleistet, Bild 9. Seid ihr mit eurem neuen, optimierten Wasserzeichen zufrieden, dann speichern es final mit dem Diskettensymbol im Hauptmenü ab. Damit steht es zukünftig für weitere Arbeiten zur Verfügung.

Fazit

Wie ihr Wasserzeichen automatisch beim Bild-Upload mit WordPress integriert, lest ihr in diesem Beitrag.
Das Erstellen von Wasserzeichen geht mit waterMark v2 problemlos von der Hand. Überzeugt hat im Test die unkomplizierte Bedienung sowie die zahlreichen Optionen, mit denen Wasserzeichen individualisiert werden können. Die Möglichkeit, eine große Anzahl von Bildern automatisiert zu verarbeiten, ist ein weiterer Pluspunkt der Lösung.

Ein interessantes Feature ist die Unterstützung mehrerer Text- und Bildebenen sowie die Integration von Meta-Daten, wie z.B. Exif-Informationen. Leider war es im Test nicht möglich, aus verschiedenen Beispielbildern immer problemlos die Exif-Daten auszulesen. Hier muss nachgebessert werden.

waterMark v2 ist eine kostenlose Lösung, welche für die Erstellung und Integration von Wasserzeichen bestens geeignet ist. Damit ist die Software eine interessante Alternative zu kostenpflichtigen Lösungen oder dem manuellen Anlegen von Wasserzeichen in mächtigen Programmen zur Bildbearbeitung. Auch wenn Wasserzeichen keinen 100%igen Schutz bieten können, erschweren sie zumindest den Datendiebstahl.

  • Pro
    • kostenfrei
    • einfache Bedienung
    • unterstützt Integration von Meta-Daten
    • erlaubt Stapelverarbeitung
    • geringer Ressourcenbedarf
  • Contra
    • Probleme beim Auslesen von Exif-Daten
  • Gesamtbewertung:

  • 90/100
    Punkten

Link zum Anbieter

PMlabs: www.pmnet.info/watermark

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7 Kommentare

  1. hallo fotobeam,

    das runtergeladene freeware programm von wm wirkte zunächst bedienerfreundlich.
    dann ergab es sich (grins) das ich fast kplt. Foto mit sich wiederholenden signaturen voll hatte.
    auch bleibt die hauseigenene wasserzeichenmitteilung bei der fw erhalten. allerdings überlege ich mir gerde, das programm für die 29.95 Dollar zu bestellen. ich habe doch einige Fotos der letzten Monate zu signieren…. lg hebo und allen, die fas heute noch lesen — einen guten Rutsch!!!

    • Hallo Hebo,

      bisher hatte ich noch keine Probleme mit wiederholenden Wasserzeichen. Ich hab auch kein Wasserzeichen vom Hersteller im Bild. Die Software ist Freeware und ich setze sie kostenfrei ein. Wo hast du eine Preisangabe gefunden?

      Grüße,
      Andreas

  2. hallo andreas

    erst mal vielen dank fuer den tip

    es ist ein richtig tolles program

    eine frage habe ich allerdings noch

    die wasserzeichen lassen sich gut gestallten und einfuegen allerdings ist es moeglich diese duch einfaches beschneiden des bildes einfach wegzuschneiden gibt es eine moeglichkeit das das wasserzeichen dann am neuen rand automatisch wieder eingefuegt wird (vieleicht durch variablen? ) ich moechte das wasserzeichen ja auch nicht quer ueber das ganze bild machen

    danke fuer eine antwort

    stephane

    • Hallo Stephane,

      wenn jemand das Bild zuschneidet, geht das Wasserzeichen verloren. Du müsstest es dann erneut einfügen. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, es quer über das Bild zu legen.

      Grüße,
      Andreas

  3. Vielen Dank für den guten Tipp! Bis zuletzt habe ich die Wasserzeichen immer mühselig und optisch wenig ansprechend mit Irfanview gebastelt. Ich werde das Programm mal testen und bin sicher es ist eine Verbesserung. LG Christian

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