Foto-Tour Rom Teil 3/3

Einleitung

Abseits ausgetretener Pfade…

Im ersten und zweiten Teil der Foto-Reportage Rom habe ich weltbekannte Sehenswürdigkeiten aus fotografischer Sicht beleuchtet. Ob Petersplatz, Kolosseum oder Spanische Treppe – zahlreiche spektakuläre Bauten geben der Stadt ihr unverwechselbares Erscheinungsbild und sind jedes Jahr Anziehungspunkt für Millionen von Touristen. Doch abseits der viel besuchten und sprichwörtlich ausgetretenen Pfade finden sich weitere architektonische Leckerbissen.

Im dritten Teil der Foto-Tour Rom lernt ihr daher die weniger bekannten Plätze und Bauwerke kennen, die ihr bei einem Rom-Besuch unbedingt mit einplanen solltet. Freut euch also auf einen letzten Abstecher in die historische Metropole.

A. Quirinal

Auf dem Quirinal in Rom Der Quirinal ist einer von sieben Hügeln Roms. Nachdem ihr ihn erklommen habt, nutzt die Gelegenheit für eine kleine Pause und lasst euren Blick über die Stadt schweifen.

Neben einigen prachtvollen Villen erhebt sich hier auch der Quirinalspalast. Der Palazzo del Quirinale ist Sitz des italienischen Staatspräsidenten – ein Betreten ist daher nicht möglich. Jedoch bietet der Palast mit seiner Beflaggung ein interessantes Motiv. Aber der Quirinal hat noch mehr zu bieten.

Direkt gegenüber des Eingangs zum Palazzo befindet sich der Dioskurenbrunnen. Er beeindruckt durch seine monumentalen Statuen und dem gewaltigen Obelisken. An der Stirnseite des Platzes lohnt sich zudem ein Blick auf den Palazzo della Consulta. Hier hat das italienische Verfassungsgericht seinen Sitz.

B. Hadrianstempel

Hadrianstempel in Rom An der Piazza die Pietra liegen die Überreste des Hadrianstempel, auch bekannt als Hadrianeum. Monumentale Säulen erheben sich – elf Stück an der Zahl. Heute ist das Gebäude zugleich Teil der römischen Börse.

Auch wenn im Wesentlichen nur die massiven Säulen erhalten sind, hat das Gebäude nichts von seiner Faszination eingebüßt. Den besonderen Charme entfaltet das Bauwerk zu später Stunde. Einmal mehr lohnt sich also ein nächtlicher Ausflug.

Also packt euer Stativ ein und lasst die angeleuchteten Säulen auf euch wirken. Eine lange Belichtungszeit sorgt dafür, dass vorübereilende Fußgänger auf dem resultierenden Bild nicht mehr zu erkennen sind. Im Regelfall sollte eine Belichtungszeit von etwa 30 Sekunden ausreichend sein.

C. Piazza Navona

Piazza Navona Der Piazza Navona ist einer der beliebtesten Plätze Roms. Für gewöhnlich trifft man hier auf wahre Menschenmassen, nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Restaurants und fliegenden Händler. Doch auch fotografisch kann der Platz überzeugen.

Gleich drei Brunnen zieren den Piazza Navona. Neben dem Mohrenbrunnen und Neptunbrunnen ist der mittlere Brunnen das unbestrittene Highlight – Fontana dei Quattro Fiumi (der Brunnen der vier Ströme) mit seinem mächtigen Obelisken.

Auch nachts lohnt sich ein Besuch. Dann verzaubert der Platz mit seiner Beleuchtung und zahlreichen Künstlern. So gibt es neben Musikern auch Malereien und anderes Handwerk zu bestaunen. Die Kirche Sant’Agnese in Agone an der Längsseite des Platzes ist mit ihrer angeleuchteten Kuppel zudem ein beeindruckendes Motiv.

D. Lateranbasilika

Die Lateranbasilika in Rom Wenn ihr an Rom und seine Kirchen denkt, fällt euch wahrscheinlich als Erstes der weltbekannte Petersdom ein. Doch abseits dieses Touristenmagneten hat die Stadt wesentlich mehr zu bieten.

So kann die Lateranbasilika mit Fug und Recht als Geheimtipp unter den Prachtbauten bezeichnet werden. Das Gebäude mit seinen charakteristischen Figuren an der Fassade erhebt sich majestetisch gen Himmel.

Der Innenraum der Basilika beeindruckt mit seinen zahlreichen Verzierungen, Mosaiks und dem weitläufigen Marmorboden. Hier könnt ihr durch den Einsatz eines bodennahen Stativs einen interessanten perspektivischen Eindruck erzeugen.

Ein weiteres Highlight ist der Kreuzgang mit einer Vielzahl verdrehter Säulen und dem Palmengarten. Aufgrund der starken Kontrastunterschiede solltet ihr eine Belichtungsreihe in Erwägung ziehen.

E. Piazza della Repubblica

Piazza Repubblica bei Nacht Und wieder ist es ein Platz, der zum fotografischen Anziehungspunkt wird. Diesmal ist es der Piazza della Repubblica. Der halbkreisförmige Platz befindet sich unweit der Bahnhofstation Termini. Ihr könnt ihn leicht mit dem Bus oder zu Fuß erreichen.

Eingerahmt wird der Platz vom beeindruckenden Bau des Exedra Hotels. Im mittleren Bereich befindet sich der große Najaden-Brunnen. Bis in den späten Abend ist der Platz sehr belebt, da er zugleich ein Verkehrsknotenpunkt Roms ist.

Deshalb empfehle ich euch einen Besuch zu fortgeschrittener Stunde. Denn jetzt könnt ihr auch interessante Licht-Effekte durch vorbeifahrende Autos erzeugen. Positioniert euch am besten an der Stirnseite des Platzes, direkt an der Fassade der Kirche Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Von hier aus habt ihr einen optimalen Blick auf Brunnen und Gebäude.

Nutzt euer Stativ und ein Weitwinkelobjektiv. Das gibt euch die Möglichkeit, den gesamten Platz abzubilden sowie das Licht der Fahrzeugscheinwerfer als Leuchtspuren auf dem Foto einzufangen.

Tourplan

Um euch die Planung der Fototour durch Rom zu erleichtern, findet ihr hier den Tourplan. Die Sehenswürdigkeiten sind dabei in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie in diesem Artikel vorgestellt worden sind.

7. Fazit der Foto-Tour

In der dreiteiligen Fotoserie über Rom habt ihr nicht nur fotografische Highlights sondern auch interessante Geheimtipps kennengelernt. Doch Rom hat noch viel mehr zu bieten. Auch wenn eine komplette Auflistung sämtlicher Sehenswürdigkeiten den Rahmen dieser Reportage sprengen würde, empfiehlt sich beispielsweise ein Abstecher zum Forum Romanum im Herzen Roms, den Sebastian-Katakomben an der Via Appia Antica oder dem Palazzo della Civiltà del Lavoro im EUR-Viertel.

Nehmt euch am besten genug Zeit für euren Besuch und beim Fotografieren der zahlreichen und abwechslungsreichen Motive. Denn erst dann wird sich der ganz spezielle Zauber dieser faszinierenden Stadt erschließen und euch neue kreative Perspektiven eröffnen.

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