Pixlr Express: die App zur mobilen Bildbearbeitung

Einleitung

Wenn das Smartphone zur Kamera wird

Obwohl Spiegelreflexkameras hervorragende Bilder liefern und in der Qualität unangefochten vorne liegen, haben Smartphones in den letzten Jahren aufgeholt. Sogar Microstock-Agenturen wie Fotolia oder Picsastock haben diesen Trend erkannt und bieten Bilder von Mobilgeräten zum Verkauf an. haben diesen Trend erkannt und bieten Bilder von Mobilgeräten zum Verkauf an.

Ich nutze selbst seit einiger Zeit ein Sony Xperia Z. Und wenn ich von einer Fototour schnell mal ein Bild teilen möchte, kommt das Smartphone dabei regelmäßig zum Einsatz. Aber auch hier kann es vorkommen, dass das Bild nicht out-of-the-Cam gut aussieht. Und vielleicht möchte man nicht nur Kontrast und Helligkeit verbessern, sondern dem Bild ein individuelles Styling verpassen. In diesem Fall gibt es zahlreiche Foto Apps, die euch die Arbeit erleichtern. Heute möchte ich euch mit Pixlr Express eine spannende App vorstellen, die ich regelmäßig für die mobile Bildbearbeitung nutze. Die App ist kostenlos für Google Android und Apple iOS verfügbar.

Los geht’s…

Nachdem ihr die App installiert habt, stehen euch drei Optionen zur Verfügung:

  • ein neues Bild mit der Kamera aufnehmen
  • ein bestehendes Bild von eurem Handy wählen
  • eine Collage anlegen

Bilder als Collage Die Collage Funktion ist sehr praktisch, wenn ihr schnell aus mehreren Aufnahmen ein Bild erstellen wollt.

Das geht denkbar einfach: Bilder auswählen und ein Layout festlegen. Ihr könnt sogar im Nachhinein Bilder in den einzelnen Abschnitten verschieben oder austauschen. Ebenso lässt sich die Hintergrundfarbe bestimmen oder die Breite des Bildrahmens ändern. Und über einen separaten Proportionen-Schieberegler könnt ihr sogar Höhe und Breite der Collage stufenlos skalieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Im Folgenden möchte ich euch die Bearbeitungsmöglichkeiten einzelner Bilder vorstellen. Pixlr Express bietet zahllose Optionen, wie ihr euer Bild aufhübschen könnt. In der richtigen Kombination lassen sich ansprechende Ergebnisse erzielen.

Generelle Anpassungen

Generelle Einstellungen Hier findet ihr die grundlegenden Einstellungen, mit denen ihr beispielsweise Kontrast, Helligkeit, Bildschärfe, Dynamik, Farbsättigung oder auch den Bildzuschnitt modifizieren könnt. Hervorheben möchte ich zwei Funktionen, die ich gern verwende. Mit Tropfen könnt ihr im Bild eine Farbe auswählen. Dazu klickt ihr einfach in den Bildbereich, z.B. Himmel. Nur dieser Bereich bleibt jetzt blau, während alle anderen Farben schwarz-weiß umgewandelt werden. Damit lassen sich interessante Highlights darstellen, siehe meine Galerie am Ende des Beitrags. Die ausgewählte Farbe kann auch umgefärbt werden. So könntet ihr zum Beispiel den Himmel rot einfärben.

Eine weitere interessante Anpassung ist Brennpunkt. Damit könnt ihr sehr leicht einen weichen Unschärfebereich erzeugen. Dazu wird einfach der Fokus mit den Fingern verschoben. Über zwei unterschiedlich große Kreise lässt sich jetzt der Schärfeverlauf leicht anpassen. Auf diese Weise könnt ihr im Handumdrehen Tilt-Shift-Effekte erzeugen.

Bildeffekte

Bildfilter Habt ihr die grundlegenden Anpassungen vorgenommen, wird es Zeit für die eigentlichen Bildeffekte. Hier stehen insgesamt 7 Kategorien zur Verfügung, wie z.B. Unicolor, Vintage oder Subtle. Nachdem ihr einen Effekt ausgewählt habt, wird dieser auf das Bild angewendet. Mit einem Schieberegler könnt ihr noch die Intensität anpassen. Wenn euch der Effekt besonders gefallen hat, lässt er sich auch als Favorit markieren. Ich empfehle euch, einen Blick auf die Creative-Filter zu werfen. Hier sind einige interessante Effekte dabei, die bestimmte Bildbereiche gezielt hervorheben.

Überlagerungen

Paper- und Grunge-Effekte Unter dem Menüpunkt Überlagerungen erwarten euch zahlreiche Filter, mit denen ihr beispielsweise Bildeffekte, wie Flammen, Feuerwerk oder auch Lichtspuren hinzufügen könnt. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Bokeh-Effekt oder Papier- und Rauchstrukturen einzufügen. Ich verwende ganz gern den Vignette-Filter, um künstliche Randabschattungen zu erzeugen und damit den Blick auf bestimmte Bildbereiche zu lenken. Übrigens: Jede von euch vorgenommene Änderung an einem Bild lässt sich über einen Pfeil am oberen Bildschirmrand auch wieder rückgängig machen.

Rahmen

Bilderrahmen Wenn ihr eure Bilder mit einem schicken Rahmen verzieren möchtet, seid ihr bei Pixlr Express genau richtig. Es stehen insgesamt 12 Kategorien zur Verfügung. Da ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei – beginnend bei klassischen Rahmen, über Rahmen, die einen Film-Look erzeugen bis hin zu Naturmotiven. Im Beispiel habe ich einen Ink-Rahmen gewählt. Wie bei den Bildeffekten auch, könnt ihr über den Schieberegler die Intensität wählen. Zusätzlich lässt sich die Ausrichtung des Rahmens horizontal oder vertikal drehen.

Texte

Texte in Bilder einfügen Die Textfunktion ist sehr leistungsfähig. Hier punktet Pixlr Express gegenüber anderen Apps wie beispielsweise Aviary. Ihr wählt aus den zahlreichen Schriftarten eine Schrift aus und könnt dann den Text eingeben. Der Text lässt sich im Bild beliebig mit den Fingern vergrößern, verkleinern und drehen. Die Textfarbe kann leicht angepasst werden. Über eine Pipette könnt ihr zudem eine Farbe aus eurem Bild aus Textfarbe auswählen. Zusätzlich lässt sich die Transparenz des Textes einstellen oder Ausrichtung (links, rechts, mittig) anpassen. Ich würde euch empfehlen, den Text vor den anderen Bildeffekten einzufügen, damit er sich nahtlos in das fertige Bild integriert.

Aufkleber

Sticker einfügen Der letzte Menüpunkt sind Aufkleber bzw. sogenannte Sticker. Ich bin nicht der größte Fan solcher Aufkleber, aber wenn sie euch gefallen, habt ihr hier die Qual der Wahl.

In so unterschiedlichen Kategorien wie Symbole, Sternzeichen, Comic oder Natur stehen euch zahlreiche Motive zur Verfügung. Diese lassen sich, genau wie Texte auch, im Bild schnell und einfach platzieren. Anschließend könnt ihr den jeweiligen Sticker vergrößern, verkleinern und mit den Fingern drehen. Auch die Deckkraft kann wieder stufenlos angepasst werden.

Speichern und fertig

Pixlr gibt’s ab sofort auch für Windows und den Mac.
Seid ihr fertig mit eurer Bildbearbeitung, könnt ihr das finale Bild auf eurem Smartphone speichern oder auch direkt in den sozialen Netzwerken teilen. Dabei lässt sich die gewünschte Bildgröße in 3 Stufen festlegen. So könnt ihr leicht entscheiden, ob ihr die originale Bildgröße bewahren möchtet oder ein kleineres Format ausreichend ist. Denn für die Verwendung auf Facebook & Co muss es nicht zwingend die maximale Dateigröße sein. Gerade bei einem Upload von unterwegs könnt ihr so euer Datenvolumen schonen.

Fazit

Pixlr Express ist eine gelungene App, mit der die Bearbeitung der mobilen Schnappschüsse richtig Spaß macht. Die Bedienung ist intuitiv und die zahlreichen Funktionen geben euch viele Möglichkeiten an die Hand, um kreativ zu werden. Dass die App trotz ihrer Leistungsfähigkeit kostenlos ist, hebt sie positiv von den zahlreichen Mitbewerbern ab. Hier habe ich euch noch eine kleine Galerie von Bildern zusammengestellt, die ich mit Pixlr Express bearbeitet habe.

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