Maus oder Grafiktablett

Einleitung

Auf Präzision kommt es an

Bearbeitet ihr eure Bilder nachträglich in Photoshop & Co? Verwendet ihr häufiger Retusche-Techniken? Ist euch die Bedienung mit einer Maus dabei nicht präzise genug? Dann solltet ihr über den Einsatz eines Grafik- bzw. Stift-Tabletts nachdenken. Wo die klassische Maus-Bedienung schnell an ihre Grenzen kommt, spielt ein Grafiktablett seine Stärken aus und vereinfacht die tägliche Arbeit am Rechner.

Vor dem Kauf

Wacom Grafiktablett Tabletts ermöglichen einen kreativen Umgang mit den Retusche-Werkzeugen – sei es Pinsel, Kopierstempel oder Radiergummi.

Die Druckempfindlichkeit der mitgelieferten Stifte ist dabei ein wesentlicher Vorteil. Je nach Druckstärke wird dabei der Pinselstrich auf dem Bildschirm dicker oder dünner. Anspruchsvollere Modelle erkennen sogar die Neigung des Stiftes und können dies auf dem Bildschirm beim Zeichnen berücksichtigen. Bereits nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von wenigen Tagen geht euch die Arbeit mit einem Tablett flüssiger und genauer von der Hand.

Damit eignen sich Tabletts nicht nur zur digitalen Retusche, sondern beispielsweise auch zum Zeichnen von Illustrationen oder Comics. Grafiktabletts gibt es in allerlei erdenklichen Varianten, die sich hinsichtlich verschiedener Parameter unterscheiden:

  • Größe: zum Beispiel S, M oder L geben Hinweise auf die aktive Arbeitsfläche
  • Schnittstellen: meist USB, teilweise auch Wi-Fi
  • Genauigkeit bzw. Auflösung

Dabei ist größer nicht automatisch besser. Denn je größer die Arbeitsfläche ist, umso größer wird auch der Weg, den euer Arm beim Zeichnen und Retuschieren zurücklegen muss. Manche Anwender bevorzugen kurze Wege beim Arbeiten. Und nicht jeder Schreibtisch bietet ausreichend Platz für ein großes Tablett. Eine große Fläche in Relation zur Bildschirmgröße hat wiederum den Vorteil, dass das Arbeiten genauer wird. Hier hilft nur Ausprobieren, um die eigenen Präferenzen festlegen zu können.

Wacom Intuos Tabletts Für Einsteiger gibt es oftmals günstige Modelle mit kleiner Arbeitsfläche und geringerer Druckempfindlichkeit des Stiftes. Für unter 100 EUR könnt ihr damit bereits von den Vorteilen eines Grafiktabletts profitieren. Mit zunehmender Größe und Präzision steigen die Preise schnell über 300 – 400 EUR. Spezielle Stifte, wie z.B. ein Airbrush, sind als optionales Zubehör erhältlich und erlauben den gezielten Einsatz spezieller Retusche-Techniken.

Achtet beim Kauf darauf, dass der Tablett-Stift ohne Batterien auskommt. Moderne Geräte arbeiten in der Regel batterielos über eine elektromagnetische Technik, welche die Position des Stiftes über dem Tablett erkennt. Praktisch: neben Tasten am Stift, die der linken bzw. rechten Maustaste entsprechen, gibt es bei manchen Geräten eine interessante Funktion. Sobald ihr den Stift umdreht, dient das andere Ende als Radiergummi. Sinnvoll ist übrigens auch ein Stifthalter, in dem ihr den Stift ablegen könnt, wenn ihr ihn gerade nicht verwendet.

Neben dem Einsatz in Grafiksoftware kann ein Grafiktablett auch als genereller Mausersatz dienen. Denn das Tablett erlaubt auch eine klassische Steuerung unter Windows oder Mac OS. Außerdem kann es genutzt werden, um handschriftliche Notizen anzulegen. Damit wird es zu einem richtigen Allrounder.

Neuere Gerätegenerationen, wie z.B. die Intuos 5 Tabletts des Marktführers Wacom, integrieren zusätzlich eine Touch-Funktion. Damit könnt ihr die von Smartphones bekannten Wisch- und Zoomgesten auch auf Tabletts verwenden. Ob und inwieweit ihr diese Funktion benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Da ihr mit dem Stift direkt auf der Tablettoberfläche arbeitet, nutzt sich die Stiftspitze mit der Zeit ab. Je nach Modell kann die Abnutzung variieren. So berichten Anwender der Intuos 5 Grafiktabletts über eine stärke Abnutzung der Stiftspitze im Vergleich zur Vorgängerserie. Prinzipiell ist das kein Problem, da die Spitzen nachgekauft und gewechselt werden können. Bei manchen Tabletts kann auch die Folie (Cover Sheet), mit der das Gerät beschichtet ist, ausgetauscht werden. Das kann sinnvoll sein, falls die Oberfläche zu sehr verkratzt sein sollte. Allerdings ermöglichen nur Tabletts ohne Touch-Funktion den Wechsel der Folie.

Fazit

Maus oder Tablett?

Die Antwort lautet: Grafiktabletts sind hinsichtlich Genauigkeit und intuitiver Bedienung in der Bildbearbeitung und Illustration der klassischen Maus überlegen. Wenn ihr öfter Bilder bearbeitet, lohnt sich die Anschaffung eines Grafik- bzw. Stifttabletts. Für Anwender ist dabei der kostengünstige Einstieg über die preiswerten Modelle der Hersteller sinnvoll. Profis entscheiden sich dagegen meist für die höherwertigen Modelle, um die tägliche Arbeit zu unterstützen.

Eines dürfte allen Anwendergruppen gemein sein: Wer einmal den Umgang mit einem Tablett erlernt hat, wird nicht so schnell wieder umsteigen!

Links zu Anbietern

Wacom: http://www.wacom.eu

Genius: http://www.genius-europe.com

Trust: http://www.trust.com

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2 Kommentare

  1. Danke für den Artikel, dem Fazit stimme ich voll und ganz zu!

    Wenn man tagtäglich mit Bildbearbeitungen und Design zu tun hat sollte man definitiv auf ein Grafiktablett umsteigen. Das ist gar nicht mit einer Maus zu vergleichen. Ich möchte mein Wacom Grafiktablett auf jeden Fall nicht mehr missen. Und irgendwann wird es sogar mal ein Cintiq werden wenn das Geld passt. 😉

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