banner_blog

Artikel

Top 5 Tipps für bessere Bilder

Top 5 Tipps für bessere Bilder
VN:F [1.9.17_1161]
Bewerten Sie den Beitrag
Rating: 4.0/5 (3 votes cast)

Einleitung

Haben Sie sich auch schon gefragt, warum manche Bilder einfach besser aussehen als andere? Die Antwort liegt auf der Hand. Der Fotograf war gut vorbereitet und hatte Mut, Neues zu probieren. Sie haben es also selbst in der Hand, aufregende und abwechslungsreiche Fotos zu machen, die sich vom Standard abheben. Welche grundlegenden Aspekte Sie dabei beachten sollten und welche nützlichen Helfer es gibt, erfahren Sie in den folgenden Top 5 Tipps für bessere Bilder.

1. Vorbereitung ist alles

Auf den Augenblick kommt es an…

Plötzlich ist er da, der eine Moment. Wenn Sie jetzt erst Ihre Kamera herausholen und notwendige Einstellungen vornehmen, kann es schon zu spät sein. Also: Kamera immer griffbereit halten, entweder mit dem Kameragurt über die Schulter oder in einer Tasche mit Schnellzugriff. Vielleicht nutzen Sie auch den Standby-Modus Ihrer Kamera. Dies verkürzt die Bereitschaftszeit bis zur Aufnahme und erhöht nur geringfügig mehr den Stromverbrauch der Akkus.

Je nach Einsatzszenario kann es außerdem sinnvoll sein, die Automatik oder Halbautomatik zu nutzen. Auch wenn die Kreativprogramme (Blendenautomatik, Zeitauomatik, Manuell) mehr Möglichkeiten eröffnen, erfordern sie doch eine genauere Einstellung der jeweiligen Parameter. Das kostet oft wertvolle Zeit, die Sie gegebenenfalls nicht haben. Und was nützen Ihnen die besten Einstellungen, wenn der entscheidene Augenblick verflogen ist.

2. Eine Frage der Perspektive

Fototipp Perspektive

Foto-TippIn diesem Artikel erfahren Sie noch mehr über Mittel zur kreativen Bildgestaltung inklusive Beispielfotos.

Jetzt liegt es vor Ihnen: das Objekt der Begierde. Doch es wurde schon 1000fach fotografiert. Sei es der Eiffelturm, das Kolosseum oder die Oper in Sydney. Um sich hier nicht in die unendliche Folge ähnlicher Bilder einzureihen, ist Kreativität gefragt. Verändern Sie den Blickwinkel! Bewegen Sie sich und entdecken Sie neue Perspektiven und Sichtweisen.

Haben Sie Mut und probieren Sie sich aus. Schon eine leichte Veränderung kann ein Objekt in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. So verleihen beispielsweise Fotografien aus der Froschperspektive oder angeschrägte Bilder dem Geschehen eine ganz neue Dynamik. Auf diese Weise lassen sich auch unerwünschte Objekte, wie z.B. der Bauzaun oder eine Menschengruppe, ausblenden.

3. Schluss mit Verwacklern

Ministativ mit Kugelkopf Des einen Last, des anderen Freud. Getreu diesem Motto empfiehlt sich der Einsatz eines Stativs. Denn ein Bildstabilisator allein ist in vielen Situationen nicht mehr ausreichend. Auch wenn es zunächst ein Mehr an Gewicht bedeutet, trägt ein Stativ doch letztlich zu besseren, weil unverwackelten Bildern bei.

Moderne Stative überzeugen heutzutage durch ein geringes Gewicht und Packmaß. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder in Gebäuden sind Sie ein unverzichtbarer Begleiter. Erst durch ein Stativ gelingen auch hier rauscharme, scharfe Fotos. Dabei haben Sie die Wahl zwischen den unterschiedlichsten Ausführungen, Materialien (z.B. Aluminium, Holz oder Carbon) und Gewichtsklassen.

Ein Tipp: oftmals ist in Kirchen, Museen und anderen Einrichtungen der Einsatz eines größeren Dreibein-Stativs untersagt. Hier können Sie sich möglicherweise mit einem Einbein-Stativ oder einem Kleinststativ behelfen. Die Abbildung zeigt ein solches Stativ von Manfrotto mit Kugelneiger von Novoflex. Diese kleinen Stative können beispielsweise auf Podesten oder Geländern positioniert werden. Im Test zur Kombination aus Feisol und Novoflex erfahren Sie mehr über ein gutes Zusammenspiel von Stativ und Kugelkopf.

4. Die Wahl der Waffen: das Objektiv

Welche Linse darf es sein?

Zoom, Festbrennweite, Makro, Weitwinkel ? Der Einsatzzweck bestimmt das zu verwendene Objektiv. In Städten sind Sie mit einem Zoomobjektiv meist gut beraten. Als Ergänzung kann ein (Ultra-)Weitwinkel Sinn machen. Denn nicht immer lassen sich aufgrund räumlicher Beschränkungen die zu fotografierende Objekte bildfüllend ablichten. Ein Weitwinkel-Objektiv umgeht dieses Probleme durch seinen enormen Blickwinkel. Spezielle Varianten, wie z.B. Fisheye-Objektive, bieten oft einen noch größeren Blickwinkel und eröffnen spannende, kreative Möglichkeiten. Generell ist eine Lichtstärke von mindestens 1:4 ist empfehlenswert. Für Aufnahmen in Gebäuden möglichst 1:2,8. Zusätzlich ist ein Bildstabilisator hilfreich, um Aufnahmen aus der Hand zu erleichtern.

Canon EF Objektive Speziell für Architektur-Fotografie empfiehlt sich der Einsatz von sogenannten Tilt-Shift-Objektiven, mit denen sich perspektivische Verzerrungen korrigieren lassen. Diese Objektive sind allerdings recht teuer und setzen Erfahrung in der Bedienung voraus. Alternativ kann die optische Korrektur auch in der Nachbearbeitung vorgenommen werden. Software-Lösungen, wie z.B. DxO Optics Pro oder Adobe Photoshop, unterstützen durch sinnvolle Features und einer breiten Palette an Korrektur-Werkzeugen. Hier sind allerdings Qualitätsverluste zu berücksichtigen.

Bei Landschaftsaufnahmen ist die Nutzung einer Festbrennweite problemlos möglich. Meist steht genug Vorbereitungszeit zur Verfügung, um Kamera und Objektiv bestmöglich zu positionieren. Ein Zoom- oder Tele-Objektiv, wie es auch für Tierfotografie verwendet wird, ist hier nicht zwingend nötig.

5. Fotografieren, aber bitte gefiltert

Polfilter von Hoya Die ungefilterte Wahrheit sieht manchmal wenig schmeichelhaft aus. Das trifft ebenso auf Fotografien zu. Denn ein besonders großer Dynamikumfang oder störende Lichtreflexe können eine Aufnahme ruinieren. Hier gibt es zwei sinnvolle Helfer: den Grauverlaufsfilter und Polfilter. Mit einem Grauverlaufsfilter gleichen Sie Kontrastunterschiede in Ihrem Motiv aus, also beispielsweise zwischen Himmel und Erde.

Ein Szenario zur Veranschaulichung: über einem dunklen Wald strahlt der Himmel. Im Normalfall erhalten Sie entweder einen gut belichteten Himmel (der Wald versinkt in Schwarz) oder einen gut belichteten Wald (der Himmel überstrahlt). Der Grauverlaufsfilter löst dieses Problem, indem Sie ihn auf das Objektiv schrauben und entlang des Horizonts ausrichten. Die Belichtung wird dann auf den Wald gemessen. Der Grauverlauf des Filters im Himmel sorgt dann für einen gleichmäßig ausbelichteten Bildeindruck. Alternativ können Sie sich mit einer Belichtungsreihe behelfen.

Für bessere Bilder: Reflexionen beseitigen, Himmel verbessern…

Der andere Helfer, ein sogenannter Polfilter, unterstützt in zweierlei Hinsicht: Durch Drehen des Filters auf dem Objektiv lassen sich störende Reflexionen, zum Beispiel in Fenstern, entfernen. Meist erscheinen auch Farben satter. Ein solcher Polfilter, wie er beispielsweise von Hoya oder B+W angeboten wird, ermöglicht zudem das Fotografieren von Objekten unter einer spiegelnden Wasseroberfläche – Sie können also beispielsweise Steine im Wasser aufnehmen, die Sie normalerweise nicht sehen. Ein zweiter Einsatzbereich ist die Betonung des Himmels. Durch die korrekte Ausrichtung bzw. Drehung des Filters, bekommt der Himmel einen ansprechenden Farbverlauf und Wolken erscheinen kontrastreicher. Die Stärke dieses Effektes ist allerdings abhängig vom Einfallswinkel der Sonnenstrahlen.

Beim Kauf sollten Sie auch auf die Dicke des Filters achten. Je nach Brennweite kann es insbesondere bei Weitwinkel-Aufnahmen sonst zu Vignettierungen kommen. Die Hersteller bieten daher spezielle Slim- oder HD-Varianten an, die diese Eigenschaft nicht aufweisen. Bei extremen Weitwinkel-Bildern tritt jedoch noch eine andere Problematik auf: eine ungleichmäßige Wirkung des Filters, die in einem inhomogenen Bild resultiert. Dies ist aufgrund des großen Blickwinkels nicht anders lösbar.

Übrigens: von einem UV-Filter sollten Sie absehen. Diesen Filtern wird eine Schutzwirkung bzw. Verbesserung der Bildqualität zugesprochen. Während sich über die Schutzwirkung noch streiten lässt, ist zumindest eine bessere Abbildungsleistung nicht zu erwarten. Denn die zusätzliche Glas-Schicht reduziert eher die Bildqualität und erhöht die Gefahr von Reflexionen. Haben Sie also eher die Schutzwirkung im Sinn, ist der Einsatz einer Streulicht- bzw. Gegenlichtblende die bessere Wahl.

Top 5 Tipps für bessere Bilder, 4.0 out of 5 based on 3 ratings

2 Kommentare zu Top 5 Tipps für bessere Bilder

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Neues aus den Galerien

Twitter